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Essen kocht! - Techno Classica Essen 2016

 

Gut besucht ist unser gemeinsam mit der Adam Opel AG betreuter Stand in der Halle 2 traditionell, doch dieses Jahr hat der Besucherandrang alle Rekorde übertroffen. Die Deutschlandpremiere des neuen Opel GT Concept hat so viele Besucher angelockt, dass die Ordner zeitweise Mühe hatten, eine Gasse für die Fotografen freizuhalten. Neben dem GT Concept standen der GT Experimental von 1965, weiter ein Serienauto und drei Rennversionen von Irmscher, Conrero und Gerent. Während Irmscher und Conrero für die Evolution des GT vom Sportwagen zum ernstzunehmenden Renngerät stehen, ist der Gernet-GT jüngeren Datums und von vornherein weitab von der Serie konzipiert worden. Typreferent Stefan Müller nennt eine Leistung von gut 300 PS. Fantastisches Finish, faszinierende Technik – aber auch ein Indiz dafür, dass der historische Motorsport sich von der Hommage an Autos aus glorreichen Zeiten mehr und mehr zum beinharten Wettbewerb entwickelt, in dem nur noch Chancen hat, wer alle Register zieht.

Doch die wenigen Diskussionen über dieses Thema blieben kurz, denn alles drehte sich um die Frage aller Fragen im Opel-Kosmos: Kommt er oder kommt er nicht? In natura wirkt der GT Concept noch faszinierender als auf Fotos. Klein, kernig, dabei elegant – und kein bisschen retro. Designer Friedhelm Engler hat zwar die Proportionen des GT zitiert, lange Schnauze, kurzes Heck, auf weitere Anleihen aber verzichtet. Viel „Entfeierung“ braucht es nicht einmal, um aus der Studie ein Serienfahrzeug zu machen. Konventionelle Scheiben, ebensolches Dach, Scheibenwischer dazu und vielleicht Rückspiegel statt der Kameralösung, auf die die Opel-Designer und Entwickler allerdings sehr stolz sind, wie sich in einigen Gesprächen gezeigt hat. Kommt er denn nun? Das hängt von den Reaktionen des Publikums in Genf und auch in Essen ab. Opel wertet die Indizien für die mögliche Größenordnung der Nachfrage sorgfältig aus.

Am Freitag gegen 11 Uhr machte sich Opel-CEO Dr. Karl-Thomas Neumann zusammen mit Johan Willems, Vorstand für Kommunikation, vor Ort ein Bild und nutzte die Gelegenheit auch für einen Besuch unseres Teils des gemeinsamen Messestandes. Da ich am Freitagmorgen dZ 237 im Briefkasten hatte, bekam Herr Dr. Neumann als erster ein Heft in die Hand gedrückt. Darüber hat er sich so sehr gefreut, dass er spontan die Übergabe für die zahlreichen anwesenden Fotografen wiederholt hat. Nach dem Gruppenfoto an unserem Stand gingen Herr Dr. Neumann und Herr Willems weiter zum benachbarten Stand von Erich Bitter, um die drei dort ausgestellten Autos zu begutachten. Neben dem Adam hat Erich Bitter auch einen veredelten Mokka in Essen ausgestellt. Eine Bitter-Version des kommenden Mokka X wird aktuell vorbereitet.

Und sonst? Gefühlte 300 Porsche 911 und Pagoden-SL, zwischen denen die bezahlbaren Klassiker wie eine wohltuende Abwechslung wirkten. Man kann 16.500 € für einen Kadett Aero als teuer empfinden, aber wenigstens gibt es für einen Bruchteil des Pagoden-Preises ein wirklich individuelles Auto. Während auf der Techno Classica wieder einmal der Oldtimer als Wertanlage gefeiert wurde, blieb die Atmosphäre auf unserem Stand trotz der Aufregung um den GT Concept gewohnt gelassen. Das ist natürlich vor allem unserem eingespielten und engagierten Messeteam zu verdanken, dass mit einem Massenansturm umzugehen versteht. Doch auch das vielbeachtete Exponat hat dazu beigetragen. Aufregendes Erscheinungsbild, rasante Fahrleistungen, progressive Lösungen auf der einen, bodenständige Großserientechnik auf der anderen Seite. Insofern war die Deutschlandpremiere des vernünftigen Individualisten Opel GT Concept auf unserem Gemeinschaftsstand, der längst als ruhender Pol im hektischen Messegeschehen gilt, eine kluge Wahl.

 

Text: Stefan Heins *1662,

Fotos: Dieter Budke *3073 , Adam Opel AG,

 

 
   
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