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9. Senator / Monza Typgruppentreffen 15.-17 Juli 2016

 

Schon allein der Name ist so klingend. Opel Monza, Opel Senator. Die großen Sechsender aus Rüsselsheim wurden in Mettmach in Oberösterreich mit einem kleinen aber überaus feinen Treffen geehrt. Initiator des Typgruppentreffens war Gerhard Wintersteiger. Sein Name allein ist mit der Marke mit dem Blitz so eng verbunden, wie selten bei einem Opel-Liebhaber. Gleichzeitig versprach Gerhard Wintersteiger im Vorfeld bereits ein spektakuläres Rahmenprogramm – er sollte in jedem Fall Recht behalten.

 

Für mich war es das erste Alt-Opel-Treffen überhaupt. Dementsprechend positiv aufgeregt ging es am Freitag nach der Arbeit in Richtung Oberösterreich. Auch bei der Fahrt dorthin gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Mein A1plus Opel Monza hingegen genoss förmlich die Autobahnfahrt, konnte seit vielen Jahren endlich mal wieder Dampf aus dem Dreilitermotor ablassen. Kurz: Es gab keinerlei Probleme bei der Fahrt nach Oberösterreich.

 

Freitagabend beim Seminarhotel Gasthof Kobleder in Mettmach/Großweiffendorf angekommen, waren die am Vormittag bereits eingetroffenen Teilnehmer innerhalb einer kurzen Ausfahrt besonders beschäftigt. Es ging zu Schmiedbauer's Skiflyer. Dort hatte man die Möglichkeit, dementsprechend gesichert, sich als Skiflieger zu versuchen. „200 Meter Flüge für Jedermann … die Erlebnisschanze im Innviertel“, so wirbt die Familie Wenger in ihren Flyern . Ein fast schon idealer Einstand für das Senator/Monza-Treffen, welches bekanntlich unter dem Spruch „Nur Fliegen ist schöner!“ die Teilnehmerschaft begrüßte. Der Werbeslogan wurde zwar einst für den Opel GT konzipiert, Typgruppentreffen-Initiator Gerhard Wintersteiger fand diesen Werbesatz für sein Treffen überaus passend. Er sollte Recht behalten: Es ging nicht nur bei diesem Event am Freitag in luftige Höhen.

 

Zurückgekehrt vom „Skifliegen im Innviertel“, konnten sich die Teilnehmer erst einmal bei einem ausgiebigen Abendessen stärken. Dabei wurden alte wie auch neue Bekanntschaften gepflegt bzw. geschlossen. Eine einfache Sache, denn allein die Boliden, die vor dem Hotel genügsam parkten, ließen Gespräche zwischen den Teilnehmern aus Deutschland, Niederlande, Norwegen und Österreich problemlos erscheinen. Der Abend wurde demnach mit zahlreichen Benzingesprächen - vereinzelt bis nach Mitternacht – regelrecht zelebriert.

 

Am nächsten Tag sollte es dann richtig losgehen. Die erste gemeinsame Ausfahrt aller Teilnehmer stand auf dem Plan. Dementsprechend aufgeregt hegten und pflegten die Senator/Monza-Fahrer nach einer kurzen Besprechung ihre Boliden. Letzte Inspizierungen wurden nach dem Frühstück getätigt, schließlich will man sich ja mit den anderen Alt-Opel-Karossen der Öffentlichkeit besonders repräsentativ präsentieren. So ging es im Konvoi nach Schärding, wo bereits ein Parkplatz im Zentrum der Stadt für die eintreffenden Kultautos mit der Aufschrift Opel Senator und Opel Monza bereit stand. Die Bewohner von Schärding trauten ihren Augen nicht, als plötzlich die Opel-Karawane ins Zentrum rollte. Schnell hatten sich zahlreiche Schaulustige rund um die Rüsselsheimer Oldtimer versammelt. Viele Fragen wurden gestellt (O-Ton: „Das ist ein Opel? Tolles Auto, dachte nicht, dass Opel solche schönen Autos hatte“, sagte ein sichtlich interessierter Jugendlicher), alle konnte man nicht gänzlich beantworten, denn es stand bereits der nächste Event auf dem Programm.

 

Die Stadt Schärding feiert im Jahr 2016 sein 700-jähriges Bestandsjubiläum. Diese Tradition sieht man bereits, wenn man den Hauptplatz betritt. Junges Leben in alten Mauern, der Handel mit Salz machte die Stadt reich, zahlreiche Brauereien und Schenken zeugen heute noch von der Genussfreudigkeit der Schärdinger. Mit einem Heimatforscher zogen wir dann durch die Stadt. Dabei gab es so manches „Aha-Erlebnis“. Viele interessante Geschichten zogen die Teilnehmerschaft in den Bann des Geschichtenerzählers. Am Ende kamen wir mit der Erkenntnis „die Stadt hat was drauf“ (Werbespruch Schärding), wieder zurück zu unseren Boliden. Der lange Erkundungs-Spaziergang durch die oberösterreichische Metropole und die gemütliche Fahrt machte hungrig. So kehrten wir beim Kreuzbergwirt ein und konnten uns dort wieder so richtig stärken. Für manche sollte es eine Art „Henkersmahlzeit“ sein, denn nun fuhr der Opel-Konvoi (mittlerweile haben sich ein Admiral-B und ein Rekord-C-Caravan unserem Tross angeschlossen) nach Kopfing.

 

In Kopfing wartete der Baumkronenweg auf die Senator/Monza-Fahrerschaft. Für manche Teilnehmer eine wahre Mutprobe, ist man doch im Laufe des Aufstieges fast 40m über dem Erdboden unterwegs. Trotzdem bot sich uns am Erlebnisturm ein eindrucksvoller Ausblick und der Begleiter unserer Gruppe brachte mit vielen interessanten Details zur Flora und Fauna die Auto-Enthusiasten ins Staunen. Am Ende der „Reise“ ging es per Rutsche in den Waldgasthof. Nach einer kurzen Pause fuhren wir mit unseren Autos dann zurück in unser Hotel.

 

Ein deftiges Abendessen mit einem gemütlichen Stelldichein bot einen würdigen Abschluss für solch einen ereignisreichen Tag. 120 Kilometer wurden absolviert, beinahe den ganzen Tag waren die Senator/Monza-Enthusiasten unterwegs. Organisator Gerhard Wintersteiger ließ das Treffen noch kurz Revue passieren und erläuterte den Plan für den Sonntag. Ein netter Abend, denn so manches Tratscherl dauerte wieder bis nach Mitternacht.

 

Der Sonntag gestaltete sich dann wettertechnisch etwas trüb. Bereits in den Morgenstunden hatte ein leichter Nieselregen die Region im Griff. Schnell das Frühstück absolviert, ging es wieder auf die Straße, denn jetzt war Lohnsburg das Ziel. Dort besichtigten wir ein ganz besonderes Privatmuseum. Andreas Weissenböck sammelte im Laufe der Jahre zahlreiche historische sowie internationale Polizei- und Militärutensilien, hier spezialisierte sich der Museumsinitiator besonders auf Uniformen und der dazugehörigen Ausrüstung. Mit diesem Museumsbesuch klang das Senator/Monza-Treffen in Oberösterreich langsam aus. Einige Teilnehmer fuhren bereits direkt von Lohnsburg Richtung Heimat, einige andere blieben noch im Gasthof Kobleder und hängten dort noch einen Urlaubstag an, um dann ausgeruht am Montag nach Hause fahren zu können. Etwas Wehmut machte sich breit, denn bei trübem Wetter musste man leise Servus sagen. Es fiel jedem Teilnehmer schwer, so schön und ereignisreich waren die letzten Tage mit den Opel-Oldtimern.

 

Ein besonderer Dank gilt dem Organisator Gerhard Wintersteiger und seiner reizenden Gattin …Das Typgruppentreffen Senator/Monza in Mettmach konnte sich ob seines Rahmenprogrammes und vor allem wegen der schönen und zahlreich erschienen Autos überaus sehen lassen. Kost und Logie waren beispielhaft, die Teilnehmer überaus freundlich, offen und die geselligen Abende bleiben genauso positiv in Erinnerung, wie das imposante Bild der Opel-Senator- bzw. Opel-Monza-Karawane im Rückspiegel. Zumindest ein „neuer“ Teilnehmer wird im nächsten Jahr mit seinem Oldtimer wieder dabei sein.

 

Christian Schreiber

Monza Fahrer

 

 

 

 

 

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