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Astra F, Astra G 

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Typreferent (kommissarisch bis 31.12.2016)

 

Eberhard Rink

Käntner Strasse 24

57223 Kreuztal

 

Tel.: 02732-27812

Fax: 02732- 582777

rink@alt-opel.eu

 

 

 

Bericht Fronttrieblertreffen 2013

 

Bericht Fronttrieblertreffen 2012

Bericht vom Astra F in der
Motor Klassik  [ mehr ]

 

 

 

 

Eberhard Rink, neuer Typreferent für die Modelle Astra F und Astra G

 

Hallo liebe Alt-Opel Freunde, 

mein Name ist Eberhard Rink, ich bin 52 Jahre alt und seit 1988 Mitglied der Alt Opel IG. 
Ich werde das neue Typ Referat Astra F und Astra G leiten. 
Wohnhaft bin ich in Kreuztal, einer Stadt mit 30 000 Einwohnern am Fuße des Rothaar- gebirges. Wichtigster Exportschlager meines Heimatortes ist das bekannte und schmackhafte „KROMBACHER PILS“, das im Ortsteil Krombach gebraut wird und evtl. dem Einen oder Anderen schon mal Kopfschmerzen bereitet hat. 
 

 
Der Opel Virus ist wohl schon im Elternhaus in ganz jungen Jahren übergesprungen. Ich wurde förmlich vom Blitz getroffen. Ein Gegenmittel ist bis heute nicht gefunden. In unserer Familie wurden und werden fast ausschließlich Opel gefahren. Das Lieblingsspielzeug meiner Kindheit waren schon immer alte Autos, vorzugs- weise Opel. Auch heute ist es für mich schwierig an einem Schrottplatz vorüberzu-gehen ohne genau hingeschaut zu haben.  
Mein Vater hat sein ganzes Arbeitsleben beim ortsansässigen Opel Händler gearbeitet. Ich habe stundenlang in alten Fahrzeugen die
mein Vater eingetauscht hat gespielt und mir dabei viele Details eingeprägt.
Diese Tatsache ist nicht unwesentlich an meiner Opelleidenschaft beteiligt.  Als Neuwagenverkäufer hat er schätzungs- weise 10.000 Autos, überwiegend Opel, verkauft. 
So kam ich oft in das Vergnügen viele, heute klassische Opel Modelle als Neuwagen fahren zu können, z. B. Monza/Senator A.  
Der Beginn meiner aktiven Fahrphase begann mit einem Kadett C, der mit vielen Anbauteilen „verschönert“ wurde (Jugendsünden). Es folgten Manta B GT/E und ein Manta B CC GT/E. Später kam Kadett B, Rekord C  bis zum Commodore B GS. 
Seit 2004 besitzen wir (meine Frau Elke und ich) ein Astra F Cabrio 1,8L-16V, das uns bis jetzt viel Freude bereitet hat. Eigentlich war der Wagen nur als Testobjekt gedacht. Wir wollten wissen, ob uns Cabrio fahren Spaß macht um dann evtl. ein anderes Modell zu kaufen. 
Doch der Astra hat uns überzeugt. Er bietet vier Erwachsenen viel Platz und der 390 Liter fassender Kofferraum ist absolut urlaubstauglich. Wir haben bis heute noch keinen reparaturärmeren Opel besessen (von der anderen Sorte hatten wir leider schon mehrere).  
Das Cabrio überzeugt bis heute mit sehr guten Fahrleistungen und sehr niedrigem Verbrauch. Es wird bei uns als reines Sommerfahrzeug genutzt. Ein unterschätztes Auto, wie viele andere Opel Modelle auch. 
In den vergangenen Jahren habe ich viele Informationen und Unterlagen über den Astra F gesammelt. Leider verschwindet der Astra F  ganz langsam aus dem Straßenbild. Da hat auch die Abwrackprämie ihren Teil  dazu beigetragen. 
Bis zum Beginn der Abwrackprämie waren

in Deutschland noch über 500.000 Astra F

 
zugelassen. Das Typreferat soll  auch dazu dienen, jetzt schon interessante Varianten zu erhalten.   
Dazu gehören auch die GSI Versionen, die unverbastelt oder rostfrei  praktisch nicht angeboten werden.  
Der Astra F wird ja noch nicht als Young- timer oder erhaltenswerter Klassiker gesehen. Klaus Westrup hatte Recht als er das Astra F Cabrio in dem Bericht der Zeitschrift „YOUNGTIMER“ als „ALLTIMER“ bezeichnete.  
Er ist für viele noch Alltagsfahrzeug, das bis zur nächsten teuren Reparatur aufgebraucht wird. Mein Fuhrpark besteht z. Z. aus 5 Fahrzeugen.
Ich fang mal mit dem ältesten an:
 
Commodore B GS          Baujahr 1977 
Audi 80 Typ 89               Baujahr 1988, als Winterauto  für Opelfahrer, da rostresistent  
Astra F Cabrio                Baujahr 1994, Sommerauto für Sonnenschein  
Cliff Calibra                      Baujahr 1997, Sommerauto für Regen  
Omega Caravan               Baujahr 1995, Ganzjahreswagen für Familie, wenn sie mitfahren möchte. 
Temporär bin ich auch für die Fahrzeuge meiner Söhne zuständig, einen Astra G, Baujahr 2002, fast ein Neuwagen, und noch einen Calibra Baujahr 1993. 
Hier bin ich hauptsächlich gefragt wenn es um Reparaturen und deren Sponsoring geht. 
Ob die Referenzen als Typreferent ausreichen wird sich zeigen. Ich bin jedenfalls zuversichtlich und freue mich schon auf die Aufgabe.  
Euer  Eberhard Rink *1261   

 

 


   

 

 

Kaufberatung Astra F Cabriolet   

 

  

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(Werbefoto der Adam Opel AG)

 

[ Download  PDF Kaufberatung  aus dZ 216 (06/2012) ]

 

 

Historie

 

Auf dem Frühjahrssalon 1993 in Genf stellt Opel eine weitere Variante der 1991 eingeführten Astra F Modellreihe vor: das bügellose Astra F Cabrio. Laut Opel-Pressemappe vom Februar 1993 ein `Frischluft Automobil mit attraktivem Design`. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Entwickelt und designt wurde das Cabrio gemeinsam von Opel und Bertone. Auch die Herstellung erfolgte, wie schon beim Kadett E Cabrio, wieder bei Bertone in Grugliasco, Italien. Bertone verfügte über eine langjährige Erfahrung im Bau von Cabrios, Sportwagen, Sonderkarosserien und Kleinserien. Leider gibt es Bertone heute nicht mehr als Fahrzeugproduzent.

Neben einer Reihe technischer Besonderheiten zeichnet sich das neue Cabrio vor allem durch einattraktives bügelfreies Karosseriedesign aus“, Zitat aus Opel Presseinformation Februar 1993. Der Verkaufsstart in Deutschland erfolgte im Mai 1993. Das viersitzige Astra Cabrioweist einen großzügigen Innen- und Gepäckraum auf und ist familientauglich. Besonders auch durch seinen nach VDA Messmethode 390 Liter großen Kofferraum. Stolz war man auch auf das, im Vergleich zum Kadett E Cabrio, um 130 % höhere Torsionsträgheitsmoment im Bereichdes vorderen Dachrahmens und der A-Säulen. ABS gehörte von Anfang an zur Serienausstattung (Deutschland), genau wie vier elektrische Fensterheber. Erhältlich war auch von Anfang an, gegen Mehrpreis, ein Fullsize Airbag auf der Fahrerseite. Ab Modelljahr 95 (09/1994) waren zwei Airbags serienmäßig (Astra F Facelift).

Gestartet wurde mit dem bekannten C20NE Motor, 2,0 Liter 85 kW/115PS, für den ein Durchschnittsverbrauch von 8,2 Liter je 100 Kilometer angegeben wird. Kurze Zeit später wurde das Cabrio auch mit dem X16SZ 1,6 Liter-Motor angeboten, 52 kW/ 71 PS. Für Exportmärkte gab es 1993 auch noch einen C14SEMotor, 60 kW/ 82 PS, der in Deutschland kaum eine Rolle spielt, da es sich um Reimport-Fahrzeuge handelt, die sehr selten angeboten werden.Das Astra F Cabrio wurde in einer Gesamtauflage von 52.485 Exemplaren hergestellt. Laut Opel-Produktionsstatistik wurden die letzten Fahrzeuge 1998 produziert. Die höchsten Produktionszahlen erreichte das Cabrio in den Jahren 1994 und 1995. Angeboten als „Neuwagen“ wurde das Cabrio bis zum Jahr 2000, um die Zeit bis zum Erscheinen des Astra G Cabrios ein Cabrio zu überbrücken. Von dem Cabrio gibt es eine Reihe von Sondermodellen/ Farbkombinationen, auf die ich nicht im Einzelnen eingehen werde, da es den Rahmen einer Kaufberatung sprengen würde.

 

 

 

 

 

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 Die Naht unter der Rückleuchte kann rosten, der…

 

 

08foto_2_01

 …Bereich um den Tankstutzen ebenfalls

 

 

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 Innenkotflügel

 


Karosserie

 

Da die nicht sehr verwindungssteife Karosserie eines Astra F Cabrio nur selten gänzlich rostfrei ist, verdient der Blechzustand besondere Beachtung. Besonders der Bereich um den Tankdeckel ist äußerst rostgefährdet. Im hinteren rechten Radkasten sammelt sich im Laufe der Jahre viel Dreck am Tankeinfüllrohr an, wodurch dann das Blech um die Tankklappe herum durchrostet. Leider hat es Opel, wie auch noch beim Astra G, versäumt diesen Bereich durch eine Abdeckung (Innenradschale) zu schützen. Durch den gesammelten Schmutz rostet der Radkasten auch zum Kofferraum hin durch. Leider sind diese Durchrostungen nur aufwendig zu beheben. Der rechte hintere Radkasten kann natürlich auch vom Kofferraum, nach Demontage der entsprechenden Verkleidung, auf Rostschäden inspiziert werden.

Weiterhin rosten die hinteren Radläufe und Seitenwände unten, die Nahtstelle zum Schweller und die Türschweller sind selbst sehr oft durchgerostet. Unter der Kederleiste sind ebenfalls Durchrostungen möglich. Auch die Karosseriefalze sind gefährdet, z.B. die Ecken, die die Seitenwände mit der Rückwand verbinden.

Ferner kann es auch zu Korrosion in den vorderen Radhäusern unten kommen. Der Bereich sollte auf verdächtige Rostspuren untersucht werden. Der Unterboden der bei Bertone hergestellten Cabrios ist gut geschützt, besser als bei den übrigen Astra-F-Modellvarianten. Trotzdem soll es auch zu Durchrostungen im Bereich der hinteren Schwingungstilger kommen. Diese Aufzählung der signifikanten Rostherde erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Kotflügel der anderen Astra F Modelle passen beim Cabrio nicht. Die Türen vom Dreitürer haben die gleiche Länge, sind aber wegen des anders gebauten Fensterrahmens nicht verwendbar. Die Außenspiegel der anderen Astra F Modelle passen auch nicht an die Türen der Cabriomodelle, der Spiegelfuß beim Cabrio ist anders geformt. Der Kofferraumdeckel des Astra Stufenheck, auf dessen Bodengruppe das Cabrio aufbaut, passt nicht an das Astra F Cabrio.

Wie bei jedem anderen Cabrio sollten die Verdeckdichtungen untersucht werden, und der Innenraum darf auch dann nicht feucht sein oder muffig riechen, wenn das Verdeck erneuert worden ist.

Wie lange Wasser eingedrungen ist und welche Schäden dadurch entstanden sind, darüber sagt einerneuertes Verdeck nichts aus.

 

 

 

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Nicht für die Ewigkeit gemacht – das Stoffverdeck verlangt alle paar Jahrenach Ersatz



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Solche Risse kündigen den bevorstehenden Austausch an

 

 

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Ein neues Verdeck ist nur dann ein Bonus, wenn es aus gutem Material besteht und gut montiert ist. Hier (und auf den Bildern davor) das Cabrio von Typreferent Eberhard Rink

 

 

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Das Verdeck lässt sich nicht ganz bündig versenken, es ragt aber auch nicht so weit heraus, dass es die Linie stören würde. Heutige Cabriolets mit versenkbarem Blechdach und aufwendiger Mechanik wiegen vier bis fünf Zentner mehr, der Astra punktet mit relativ günstigen Verbrauchswerten und Betriebskosten



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Offenes Geheimnis – das Astra F Cabriolet gibt es noch für kleines Geld, der Weg zum Liebhaberfahrzeug zeichnet sich aber bereits ab. Hier das Cabrio von Esther Pümpin, fotografiert hat es Klaus Pümpin

 

 

 

 

 

Text:

Eberhard Rink *1261

Fotos:

Eberhard Rink *1261,

Klaus Pümpin *2836

 

Technik

 

Die am häufigsten angebotene Motorisierung sind die 1,6 Liter-Versionen mit 71 oder 75 PS, eingestuft in die Schadstoffklasse D3. Nur die 1,6 Liter-Versionen wurden auf Wunsch gegen Mehrpreis mit Automatikgetrieben geliefert. Diese Motoren sind bekannt für ihre legendäre Robustheit und Sparsamkeit. Ein Zahnriemenwechsel ist alle 60.000 km fällig, dabei empfiehlt sich auch der Wechsel der Wasserpumpe. Der Benzinverbrauchbewegt sich zwischen 7,5 und 8,5 Litern pro 100km. Häufiger Defekt ist ein verkokendes AGR-Ventil, wodurch der Motor sich schlimmstenfalls nicht mehr starten lässt. Ein Austausch ist häufig erforderlich, da sich das Ventil auch nach Reinigung und anschließendem Ölen nicht dauerhaft instandsetzen lässt. Beim Austausch sollte man keine eBay-Chinaware verwenden, sondern ein Markenprodukt.

Deutlich temperamentvoller ist der 2,0 Liter-Motor der etwa einen Liter mehr verbraucht als der 1,6 Liter, aber auch deutlich bessere Fahrleistungen und mehr Drehmoment bietet. Der 1,6 Liter-Motor hat mit dem ca. 1300 kg schweren Cabrio schon seine Mühe.

Den Zweiliter gab es aber nur bis zum Modelljahr 94, das Produktionsende war 08/ 1994. Laut Opel-Produktionsstatistik wurden auch 1995/ 96 Cabrios mit dem Motor ausgestattet vermutlich für Exportmärkte. Ab 09/1994 wurde als Ersatz für den Zweiliter der 1,8-16V-Motor mit 85kW/ 115PS eingeführt. Der Vorteil sind Verbrauchswerte auf dem Niveau der 1,6 Liter- Motoren. Diese C18XEL genannten Motoren haben die Schadstoffklasse EURO 1, lassen sich aber mit einem sogenannten Minikat auf EURO 2 Norm umrüsten. Diese Versionen besitzen noch kein AGR Ventil und auch die Sekundärluftpumpe wurde noch nicht verwendet.

In einem damaligen Vergleichstest einer Automobilzeitschrift war ein so motorisiertes Astra Cabrio das sparsamste und schnellste Testfahrzeug,aber auch das mit dem brummigsten Motor. Dass der Motor brummig ist kann ich bestätigen, die oft kolportierte Empfindlichkeit dieser Motoren nicht. Anfällig ist der Leerlaufsteller,der durch Öldämpfe verschlammt und alle paar Jahre gereinigt werden will. Ein defekter Leerlaufsteller kann schon zu erheblichen Schwankungen der Leerlaufdrehzahl führen.

Ganz großer Schwachpunkt sind die bei diesen, wie auch bei der X18XE Nachfolgegeneration, die häufig gerissenen Auspuffkrümmer aus Guss. Das Problem kann durch Austausch nicht dauerhaft behoben werden! Der neu eingebaute Guss- Auspuffkrümmer wird wieder reißen, egal ob Opel Original- oder Zubehörteil. Empfehlenswert ist die Umrüstung auf einen Edelstahlfächerkrümmer wie ihn beispielsweise die Firma Lexmaul angeboten hat. Das Problem der gerissenen Auspuffkrümmer ist damit dauerhaft beseitigt. Leider gibt es die Firma Lexmaul nach einer Insolvenz nicht mehr.

Der X18XE-Motor hat auch 85kW/ 115PS und unterscheidet sich vom C18XEL durch den Einbau eines AGR Ventils und einer Sekundärluftpumpe, wodurch die EURO2/ D3- Norm erreicht wird. Leider hat der Motor auch etwas Spritzigkeit verloren. Mir bekannte Fahrer beklagen sich über den durchzugsschwachen Motor. Das ist beim C18XEL anders, gefühlt hat er mehr Leistung als die angegebenen 115PS. Der X18XE Motor wurde ab Frühjahr 1996 verbaut. Gemeinsam haben beideMotoren die häufigen Defekte der Nockenwellen- und Kurbelwellensensoren (Kurbelwelleninduktionsgeber). Zu den 1,4 Liter-16V Motoren habe ich keinerlei Erfahrungswerte, da diese offiziell nie in den Cabrios in Deutschland angeboten wurden.

Das Fahrwerk weist keine großen Besonderheiten auf. Häufige Defekte sind ausgeschlagene Querlenkerbuchsen an der Vorderachse, abgerissene Stabilisatorhalter (sogenannte Pendler), mit denen der Stabilisator am Querlenker befestigt ist. Es gibt zwei unterschiedliche Ausführungen. Die neuere sieht aus wie eine halbe Koppelstange und hat ein homokinetisches Gelenk. Der Defekt ist leicht und kostengünstig, leider aber nicht dauerhaft, zu beheben. Wenn noch serienmäßige Stoßdämpfer verbaut sein sollten, sind diese mit Sicherheit auch verschlissen. Die ab Werk verbauten Stoßdämpfer halten ca. 75.000 – 100.000 km. Originale Gasdruckstoßdämpfer halten auch nicht länger. Die vier serienmäßigen elektrischen Fensterheber sollten auf einwandfreie Funktion geprüft werden. Eine Komfortschließfunktion der elektrisch betätigten Fenster wie bei den anderen Astra F Modellen gibt es nicht. Beim Öffnen oder Schließen muss der Schalter die ganze Zeit gedrückt werden. Ein elektrohydraulisches Verdeck sollte gleichmäßig öffnen und schließen.

Die Verdeckhydraulik ist sehr teuer! Bei defekter Hydraulik kann das Verdeck auch manuell geschlossen werden. Durch geringe Anpassungen ist auch ein dauerhaft manuelles Bedienen möglich. Die Heckscheibenheizung der verbauten Glasheckscheibe ist bei den meisten angebotenen Astra F Cabrios defekt.

Das Verdeck ist dreilagig. Angeboten wurden Vinyl- und Stoffverdecke. Das Verdeck hat die sogenannte Z-Faltung. Besonders die Vinylverdekke, aber auch die Stoffversion, sind in der 1. Knickstelle eingerissen. Links und rechts unterhalb der Heckscheibe befinden sich oft Löcher im Verdeckstoff, hervorgerufen durch das Verdeckgestänge. Die Kunststoffabdeckung mit der Griffmulde innen am vorderen Rand des Verdecks ist immer gerissen. Ich habe noch kein Astra F Cabrio gesehen, bei dem diese Abdeckung unbeschädigt ist. Schrottplatzsuche ist zwecklos.

Für ein neues Verdeck in Sonnenlandqualität werden Preise zwischen ca. 900€ und 1300€ inklusive Einbau verlangt. Falls eine Klimaanlage an Bord ist, unbedingt prüfen. Oftmals sind die Klimakompressoren defekt. Ersatz ist relativ günstig zu bekommen. Bei den Innenausstattungen wurden viele verschiedene Stoffdesigns passend zur Fahrzeugfarbe angeboten. Teilweise gab es das Design nur ein Modelljahr. Die Qualität der Stoffbezüge in Kombination von Flachgewebe und Velours ist hochwertig und sehr langlebig, eine gute Alternative zu den Lederausstattungen.

Der größte Anteil der angebotenen Cabrios ist mit einer Lederausstattung versehen, immer in schwarz, eine andere Lederfarbe war ab Werk nicht lieferbar. Das Leder sieht oft sehr verschlissen aus, besonders bei den Fahrersitzen. Die bei den Lederausstattungen serienmäßige Sitzheizung sollte auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Die Heizmatten ersetzen zu lassen ist teuer.

Bei den serienmäßigen Sportsitzen sind die äußeren Sitzwangen oft defekt. Beheben lässt sich der Fehler kostengünstig, indem man sich vom Schrott den Schaumstoff der unbeschädigten inneren Sitzwangen besorgt (falls möglich) und diese dann gegen die beschädigten austauscht.

Falls die Beleuchtung des Heizungsbedienteils ausgefallen sein sollte, ist fummelige Bastelarbeit angesagt, aber das ist durchaus machbar. Ab 1995 wurden eine Vielzahl an Sondermodellen angeboten, die immer als Bertone Edition bezeichnet wurden und sich in den Farbkombinationen unterschieden. Immer dabei waren die Lederausstattung und das elektrohydraulische Verdeck. Von 1996 an wurde die Bertone Edition als reguläre  Ausstattungsvariante bis zum Ende der Produktion ins Lieferprogramm aufgenommen.

Ein sehr empfehlenswertes Zubehörteil ist das originale Windschott (Kat.-Nr.: 1732091), das Frischluftvergnügen ohne Zugluft ermöglicht.

 

Bei Beachtung der aufgeführten Punkte sollte es möglich sein, ein brauchbares Exemplar mit TÜV ab 1500 € zu finden. Nach oben sind preislich dann weite Grenzen gesetzt. Man sollte jetzt zuschlagen, da jetzt nicht nur die Zeit der fallenden Blätter, sondern auch der günstigen Cabrio-Kaufpreise ist!

 

 

 

 

 

 Astra F Cabrio, Sonnenland Akustik Luxus Verdeck mit Regenrinnen 

 

In der letzten Winterpause wurde immer offensichtlicher, dass das Vinylverdeck unseres Cabrios doch im Laufe der Jahre recht unansehnlich geworden war. 
16 Jahre hinterlassen Spuren, auch wenn das Verdeck immer gut mit Kunststoff-pflegemittel behandelt wurde. 
Vinylverdecke sind von der Optik ja auch nicht so schön. Sie wirken doch immer ein wenig speckig. Waschanlagenbesuche stecken sie allerdings besser weg als Stoffverdecke.
Da die aktive Phase immer im Mai beginnt, hatten wir ausreichend Zeit uns intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.

Was sollte man tun?

Der erste Gedanke das Verdeck mittels eines Reparaturkits der Fa. cabriodoc instandzusetzen, wurde schnell wieder
verworfen.
Auf der Internetseite www.ck-cabrio.desind viele Fahrzeugmodelle und die cabriospezifischen Details aufgeführt.
So auch das Astra F Cabrio.
„Die viertürige(!) Limousine wurde bei Bertone gut fünfzigtausendmal in ein chices, formal ausgewogenes Cabrio verwandelt.
Der Astra F ist ein angenehmer, fahr-sicherer Gleiter ohne große sportliche Ambitionen. Außerdem bietet er offen ein schönes Cabrio Feeling und im geschlossenen Zustand Coupe Charakter.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Empfohlen wurde uns für den sherwood- grünen Astra ein grünes Verdeck. Dafür konnten wir uns nicht so richtig begeistern. Wir haben uns für das Akustik - Luxus - Verdeck mit Regenrinnen in Farbe schwarz entschieden. Dieses Material wird auch
von Premium Herstellern in Erstausrüstung verwendet. Die Verdecke werden von der Manufaktur selbst angefertigt / genäht.
Die abgelieferte Arbeit überzeugt. Allerdings sollen wir das Verdeck noch nicht öffnen,da es mit großer Spannung aufgezogen wurde. Neue Haltebänder wurden auch eingenäht.
Es dauert ca. 3 Wochen bis sich der Stoff gedehnt / gesetzt  hat. Die Autobahnfahrt zum diesjährigen Jahrestreffen in Ilsede soll diesen Prozess beschleunigen. Dann könnten wir schon wieder das Cabrio-Feeling genießen.
Bestätigen können wir, was CK - Cabrio zum Akustik Material schreibt.
„Das Akustik – Material hat beim Opel Astra F Bertone Cabrio einen sehr guten, den Geräuschkomfort steigernden Effekt.“
So ist es!
Eberhard Rink *1261

 

   

 

Altes Verdeck am Astra Cabrio   Man sieht deutlich die Gebrauchsspuren und  Beschädigungen am Verdeck 

 

 

 

   

 

 Neues Cabrio-Verdeck   Die abgelieferte Arbeit überzeugt   Mit seitlicher Regenrinne

 

 

 

 

 

Kaufberatung Astra F Cabriolet

 

Text:
Eberhard Rink *1261

Fotos:

Eberhard Rink *1261,

Klaus Pümpin *2836 

 

 

Download pdf-Datei

 

 

Auf dem Frühjahrssalon 1993 in Genf stellt Opel eine weitere Variante der 1991 eingeführten Astra F Modellreihe vor: das bügellose Astra F Cabrio. Laut Opel-Pressemappe vom Februar 1993 ein `Frischluft Automobil mit attraktivem Design`. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Entwickelt und designt wurde das Cabrio gemeinsam von Opel und Bertone. Auch die Herstellung erfolgte, wie schon beim Kadett E Cabrio, wieder bei Bertone in Grugliasco, Italien. Bertone verfügte über eine langjährige Erfahrung im Bau von Cabrios, Sportwagen, Sonderkarosserien und Kleinserien. Leider gibt es Bertone heute nicht mehr als Fahrzeugproduzent.

 

 

„Neben einer Reihe technischer Besonderheiten zeichnet sich das neue Cabrio vor allem durch ein attraktives bügelfreies Karosseriedesign aus“, Zitat aus Opel Presseinformation Februar 1993. Der Verkaufsstart in Deutschland erfolgte im Mai 1993. Das viersitzige Astra Cabrio weist einen großzügigen Innen- und Gepäckraum auf und ist familientauglich. Besonders auch durch seinen nach VDA Messmethode 390 Liter großen Kofferraum. Stolz war man auch auf das, im Vergleich zum Kadett E Cabrio, um 130 % höhere Torsionsträgheitsmoment im Bereich des vorderen Dachrahmens und der A-Säulen.

ABS gehörte von Anfang an zur Serienaus......

 

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Offenes Geheimnis – das Astra F Cabriolet gibt es noch für kleines Geld, der Weg zum Liebhaberfahrzeug zeichnet sich aber bereits ab. Hier das Cabrio von Esther Pümpin, fotografiert hat es Klaus Pümpin

 

Das Verdeck lässt sich nicht ganz bündig versenken, es ragt aber auch nicht so weit heraus, dass es die Linie stören würde. Heutige Cabriolets mit versenkbarem Blechdach und aufwendiger Mechanik wiegen vier bis fünf Zentner mehr, der Astra punktet mit relativ günstigen Verbrauchswerten und Betriebskosten

 

Nicht für die Ewigkeit gemacht – das Stoffverdeck verlangt alle paar Jahre nach Ersatz

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Solche Risse kündigen den bevorstehenden Austausch an

 

Ein neues Verdeck ist nur dann ein Bonus, wenn es aus gutem Material besteht und gut montiert ist. Hier (und auf den Bildern davor) das Cabrio von Typreferent Eberhard Rink

 

 

   Innenkotflügel

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Die Naht unter der Rückleuchte kann rosten, der…

 

…Bereich um den Tankstutzen ebenfalls

 

 Werbefoto der Adam Opel AG

 

 

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